Girlanden


So sind wir noch in Teilen
In Lichtern dieser Stadt
Wo einst wir noch verweilen
Hinaus
Trägt uns ein Wunder
Unbekannt und matt
Wie auf wie auf 
Wenn nichts mehr lüge
Als füge
Unser einer statt
So sind wir nicht mehr Teile

Nur lichternd in der Stadt





Volk im Wind




Ich trage dich aus,
Sturm.

Kein Blatt von mir
will weiter fallen.
 
Ich zähle dich an,
Sturm.
 
Keine Ader von mir
schlägt in deinen Schneisen nach.
 
Ich fege dich ein,
Sturm.
 
In mir
wirst du
Kronen.


Ergebung


ein himmel sieht
so weit in dich
so unbesprochen
wirst du dich
aus seinen bändern wählen
zu einem
der sich binden lässt
auf licht geküsster hand





kornblumenweg



es zog mich

in die stunde 

deines sternenkranzes

du nahmst mich

aus den reihen

wie hände

sich aus staub

ein windstrich

ließ dich liegen

er brach

dein blaues leuchten

wie mich

in deinen grund 





Distelherz



Wir haben über dich gesprochen.

Aus deinem Blatt

Stacheln und Dornen entfernt,

damit wir dich nicht mehr

fürchten müssen,

wenn du blühst.


Wir haben über dich geschwiegen.

Aus deiner Mitte

die Blüte gerissen für unsere Vase.

Ein Lichtspiel aus Asche gedreht

um deine Wurzeln.


Ohne fragen zu müssen,

wovor du dich schützt.